Kurz vor Weihnachten begrüßten wir gleichzeitig drei Gastvereine aus Bad Grönenbach und Kempten bei uns in Martinszell.

Im Vereinsheim am Sportplatz saßen unsere beiden Erwachsenenmannschaften jeweils einer gegnerischen Mannschaft von Grönenbach gegenüber, während die Jugendmannschaft im Geschäftszimmer des ASV gegen eine ebenso jugendliche Vertretung aus Kempten antrat.

Fangen wir mit der (kränkelnden) Jugend an.

Merlin Matzker war krank und wurde von Günter Ochsenreiter an Brett 1 ersetzt. Ihm gelang ein achtbares Remis gegen den sehr stark einzuschätzenden 14jährigen Mustafa Bagi.
An Brett 2 und 3 holten dagegen Maxi und Bene Hehle die erwartbaren Punkte gegen Abu und Esma Bagi. Jonathan Beck war leider ebenfalls krank und somit ging dieser Punkt kampflos an Kempten.
Ergebnis 2,5 - 1,5.

Unsere zweite Mannschaft ging diesmal in Bestbesetzung an die Bretter. Daraus resultierte ein deutlicher 3,5 - 0,5 Sieg. Lediglich Vladimir musste mit einem Remis zufrieden sein.

Unsere erste Mannschaft war nominell leicht favorisiert.
An Brett 2 fehlte unser Toni, allerdings ebenso sein Gegner, sodass hier keine Punkte vergeben wurden. Von den restlichen 7 Brettpunkten holten Günther Dorner, Manfred Häusler und Jan Weber mit ihren Siegen drei volle Punkte. Mit drei Remisen durch Helmut Kirchner, Hans Dillinger und Sven Gotthardt kamen nochmal 1,5 Punkte hinzu.
Einzig Bastian Gehring musste gegen den stark spielenden Mann aus Grönenbach Federn lassen und verlor seine Partie.
Ergebnis also 4,5 - 2,5

Die Schachsaison 2025/26 hat begonnen und die ersten Ligaspiele von Südschwaben fanden statt. Martinszell ist mit drei Mannschaften dabei.

Unentschieden zum Kreisliga-Start

In der Kreisliga trat unsere erste Mannschaft mit 8 Spielern auswärts in Ottobeueren an. Der Gegner war aufgrund seiner nominellen Spielstärke favorisiert. Am Ende ging jedoch der Kampf mit einem 4 : 4 Unentschieden recht glimpflich für uns aus. Die 4 von 8 möglichen Brettpunkte (drei Siege, zwei Remis), bedeuten für uns vorerst einen Platz im Mittelpunkt der Konkurrenz und damit können wir zufrieden sein.

Internes Duell in der B-Klasse

In der B-Klasse bestehen die Mannschaften aus je 4 Spielern. Da wir in dieser Klasse zwei Mannschaften gemeldet haben, mussten wir am ersten Spieltag gleich unseren internen Wettkampf ausfechten. Dabei traf die Erwachsenenmannschaft ASV II auf unsere Jugendmannschaft ASV III. Weil mit Jonathan Beck ein Jugendlicher ausfiel, setzte sich Günter Ochsenreiter ans erste Brett.

Schon nach zwanzig Minuten gab es an Brett 3 die erste Überraschung. Fabian Eder hatte wohl unsere Jugend unterschätzt und bekam die Quittung in Form eines fein herausgespielten Schachmatts. Nach gerade mal 10 Zügen machte der 15jährige Maxi Hehle kurzen Prozess und holte den ersten Punkt.

Dies beflügelte den Günter an Brett 1 derart, dass er in sehr vielversprechender Stellung einen kapitalen Fehler beging und eine Figur einstellte. Diesen Vorteil nutzend gewann Thorsten Zang und glich für seine Mannschaft aus.

An Brett 2 musste der 15jährige Merlin Matzker gegen unseren Abteilungsleiter Vladimir Stepanek ran. Er hatte diesmal einen schlechten Start und geriet immer mehr ins Hintertreffen. Weil die zündende Idee gegen den gnadenlos berechnenden Gegner partout nicht kommen wollte, musste er aufgeben. Der ASV II führte also mit 2:1 Punkten.

An Brett 4 spielte der 13jährige Bene Hehle gegen Eva Veit. Mit beeindruckendem schachlichen Verständnis und taktischem Geschick zwang sie mehr ins mehr in die Defensive . Mit hartnäckiger Ausdauer brachte er sein erwachsenes Gegenüber nicht nur zur Verzweiflung sondern auch in eine ausweglose Situation. Nach über 60 Zügen gab Eva schließlich auf. Bene holte so den zweiten Punkt für den ASV III und sicherte damit das Unentschieden zwischen beiden Mannschaften.

Für den Jugendleiter Jan Weber war dies die Bestätigung, dass die Jungs in der Erwachsenenwelt angekommen sind und mithalten können. Was ja auch das Ziel der Jugendarbeit seit nunmehr über 6 Jahren ist.

Eine tolle Nachricht erreicht die Schachwelt und die vielen Freunde von Rock meets Chess. Das Kult-Turnier geht nach 13 Ausspielungen weiter. Doch wo bitte ist Wettstetten ?

Unweit von Ingolstadt entfernt, befindet sich der kleine Ort, knapp fünf Kilometer von der Autobahnausfahrt Lenting. Also ist ab nächstes Pfingsten, zumindest für eine Nacht, beim SV Wettstetten der Nabel der Schachwelt.

Und so wird die kleine Gemeinde in Oberbayern für die nächsten Jahre der Austragungsort des Schach und Musik Events. Benjamin Huber ist Mitglied in der Schachabteilung des SVW. Bei seiner ersten Teilnahme bei RmC, in Bad Neustadt an der Saale wurde er vom Virus des einmaligen Turniers erfasst. Als auf der letzten Ausspielung der Gründungsvater Wolfgang Max Schmitt das vorläufige Ende im Schützenhaus Herschfeld bekannt gab, war Huber klar: "the show must go on"- Rock meets Chess muss weitergehen und so kam es.

Nach vielen Gesprächen sind jetzt die Schachspieler und der Verein bereit ab 2026 das Ganze zu übernehmen. Vom Turnier, über den Internet Auftritt, die Ausschreibung und die gesamte Organisation läuft alles über Benjamin Huber mit seinem motivierten Helferteam zusammen. Nur in beiden Jahren 2026 und 2027 kommt der ehemalige Chef von RmC Schmitt als DJ Max vorbei und ist verantwortlich für die gewohnt gute Rockmusik mit der tollen Light-Show. Auch dabei ist natürlich "Rüssel" das bekannte Maskottchen der Veranstaltung. Als neuer Ort ist die Sporthalle gewählt. Sie bietet allen Teilnehmern viel Platz zum Spielen und im Vorraum für die Verköstigung und kurze Erholung in den Rundenpausen. Parkplätze sind mehr als genügend vorhanden. Da Ingolstadt auch per ICE erreichbar ist, können viele Teilnehmer den neuen Spielort perfekt und zeitnah erreichen.

In ein paar Wochen erblickt die Ausschreibung das Licht der Welt. Gegenüber den ersten 13 Ausspielungen wird es kleine Änderungen geben, aber Tradition wird weiter großgeschrieben.

Also auf nach Wettstetten, wenn es wieder heißt:

"welcome back my friends to the game that never ends"

Unsere Abteilung hat am 19. und 20. Juli zwei Schnellschachturniere veranstaltet.
Am Samstag fand der „Martinszeller Sommerkönig“ statt, der offen für alle war, und am Sonntag kämpften Jugendliche bis 15 Jahre um den „Grüntenpokal“.

Wir konnten jeden Tag über 20 Teilnehmer bei uns begrüßen. Beide Turniere verliefen in netter freundschaftlicher Atmosphäre. Von Seiten der Spieler, Eltern und Kinder war zu spüren, dass sie unser Engagement schätzen. Am Ende hat jeder Teilnehmer von uns eine Medaille und einen Preis bekommen.

In beiden Turnieren haben sich die Favoriten durchgesetzt. Der neue amtierende Sommerkönig ist Julian Wagner vom SC Kempten.
Der Sieger des Grüntenpokals ist Ali Akperov vom PSV Memmingen.
Am besten von den Martinszellern haben sich geschlagen:
beim Sommerkönig Hans Dillinger, Platz 7
beim Grüntenpokal Maxi Hehle, Platz 9

  

Alle Ergebnisse sind im Netz unter chess-results.com abrufbar.

Zum Schluss möchte ich mich bei allen Abteilungsmitgliedern und deren Familienangehörigen bedanken, die mir geholfen haben, diese Aufgabe zu stemmen.
Es hat sich gezeigt: Wir sind ein super Team!

Wolfgang Max Schmitt, Mitglied unserer Schachabteilung, lebt zur Zeit in Unterfranken und hat dort in einem höchst bemerkenswerten Spiel einen Weltrekord aufgestellt:
Noch nie wurde in einer Schachpartie der erste Bauer erst im 63. Zug geschlagen. Die meisten Spiele sind zu diesem Zeitpunkt sogar schon lange beendet. Schmitt gewann aber nach 117 Zügen und ist jetzt Inhaber eines Weltrekordes, der möglicherweise noch lange Bestand haben wird.

Weltrekord im Schachsport

Mit 4 : 0 gewinnt unsere Jugendmannschaft in der 8. Runde der B-Klasse und festigt damit den 5. Platz in der Liga.

Merlin war zeitgleich bei der Bayerischen Schulschachmeisterschaft in der Oberpfalz im Einsatz.
Daher sprang Jan, der Jugendbetreuer des ASV, ein und setzte sich ans erste Brett.
Am zweiten Brett musste Maximilian gegen einen nominell viel stärker eingestuften Dietmannsrieder antreten. Er zeigte diesmal aber sein spielerisches Talent und ließ den Gegner in eine Falle laufen. Im dennoch offenen Endspiel verzweifelte sein Gegenüber und gab auf.

Am dritten Brett ließ Jonathan gegen einen Jugendlichen Dietmannsrieder nichts anbrennen und schloß sein Spiel offenbar leichthändig mit einem souveränen Sieg ab.

Am vierten Brett war Bene im Einsatz. Sein Gegenüber war ihm diesmal in allen Belangen unterlegen und so erlangte er seinen Sieg beinahe im Schlaf, im wahrsten Sinne des Wortes. Er hatte nämlich schlecht geschlafen.

Schach JugendSchach Jugend

Nun war es an Jan, den vierten Punkt zu holen. Unter den gestrengen Augen der Jugend musste er wieder sein Bestes geben. Um des Ansehens Willen musste ein Sieg her. Dies dauerte allerdings sehr lang bis es zum glücklichen vierten Punkt reichte.
Allerdings hat besagter Jan auch verloren. Nämlich die Wette, dass bei einem Mannschaftssieg zu Null eine Pizza fällig sei. Diese holten wir uns anschließend beim Gasthof Hasen in Waltenhofen.

Unserem neuen Spieler Bernhard Wandinger ist ein Meisterstück gelungen: Er ist als Letzter auf der Setzliste, auf der mehr als 40 Spieler stehen, Fünfter geworden und hat sich damit für das Deutsche Finale im Sommer in Bad Wildungen qualifiziert. Herzlichen Glückwunsch!

Bernhard Wandinger (3. v.l.)

Die letzte Spielrunde der Kreisliga Südschwaben im März wird spannend!
Nach dem Rückzug von Sonthofen besteht die Kreisliga aus sieben Mannschaften. Vier davon haben die Chance auf den Meistertitel – darunter auch unser erstes Team. Wir liegen nur einen Punkt hinter Buchenberg (1. Platz) und Obergünzburg (2. Platz). Gegen letztere spielen wir im März.
Bad Grönenbach (4. Platz) kann auch noch den 1. Platz erreichen und spielt in der Runde gegen den Tabellenführer Buchenberg.


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